DMX sonst nix

Naja, das ist vielleicht etwas übertrieben, aber hier geht es um DMX-512 oder die Integration von DMX in vorhandene Microcontrollerprojekte.

Zur Vorgeschichte:
Ich habe im laufe der Zeit die Beleuchtung unserer Wohnung auf HighPower-LEDs umgestellt. Hiermit meine ich Gruppen von meist sechs P4 LEDs, oder wenn es ein wenig bunter sein soll nehme ich die RGB-P5 LEDs. Um einzelne LEDs oder Gruppen zu schalten, verwende ich einen Microcontroller von Atmel, meist einen Mega8 oder bei komplexeren Aufgaben einen Mega32.

Alle Schaltungen sind autark und lassen sich mit einer Universalfernbedienung steuern. Meist ist ein PIR-Sensor (Bewegungsmelder), ein Lichtsensor und eine DCF-77 Uhr eingebaut. So kann ich z.B. beim Betreten des Badezimmers das Licht einschalten, abhängig vom Umgebungslicht. Über die eingebaute Uhr oder den Lichtsensor kann das Licht tagsüber länger an sein (beim Duschen oder Schminken) als nachts. Per Zufallsgenerator kann man auch nachts das Licht einschalten lassen, wenn man nicht im Hause ist (Einbrecherschutz). Die Technik kostet nicht viel Geld und funktioniert extrem zuverlässig. Ausserdem ist es sehr komfortabel, sich ohne Lichtschalter durch die Wohnung zu bewegen, immer dort wo man sich gerade befindet, geht das Licht an.

Bald hatte ich 10 "Kistchen" in der ganzen Wohnung verteilt und war recht zufrieden mit dem Ergebnis.

Ein Freund von mir erzählte etwas von DMX, Sound2light und zentraler Steuerung über den PC und das Internet - aber das alles ging bei mir nicht. Damit war die Idee geboren DMX in meine Schaltungen zu integrieren.

Also musste zunächt ein PC-tauglicher Sender her. Die autarken Lichtpulte sind bei Preisen bis 30.000 EUR wohl nur den Profis vorbehalten. Nach einigem Suchen entschied ich mich dafür das MiniDMX Interface zu bauen.
Das originale Projekt hatte ich auf http://www.dzionsko.de/elektronic/index.htm gefunden, die Seite ist aber wohl nicht mehr erreichbar.
Der Enwurf der Platine, Belichten, Entwickeln, Ätzen, Bohren und Bestücken war schnell erledigt. Der Anschluß der Platine erfolgt über die RS-232 Schnittstelle (die serielle Schnittstelle) des PCs. Als Software benutzte ich DMXControl. Nachdem ich die 3 wichtigsten Seiten der Bedienungsanleitung gelesen hatte, konnte ich das MiniDMX-IF als Ausgabeplugin einstellen und eine RGB-Led als Gerät benutzen.

MiniDMX die bestückte
MiniDMX Platine
MiniDMX Schaltplan der Schaltplan der MiniDMX Platine
(die verwendeten Leds sind 5V Typen)

An dieser Stelle muß ich mal etwas vorgreifen:
Mittlerweile benutze ich an Stelle des MiniDMX IF, ein Interface, welches auf der uDMX Schaltung basiert. Ich nenne es hier DMX-512 Transmitter.
Warum? Das MiniDMX läuft absolut stabil und problemlos. Ich wollte ein IF mit USB- Anschluß haben, nicht aber eine Lösung, die über eine Comport Emulation den USB-Bus anspricht, sondern natives USB. Diese Lösung habe ich mit uDMX gefunden.

uDMX hat einen RAM-Puffer. Man kann den Rechner in den Standbymodus schalten und uDMX sendet weiter. Die Anzahl der zu sendenden Kanäle ist von 1 bis 512 einstellbar. (MiniDMX läßt nur 256 oder 512 Kanäle zu). Das ist bei schnellen Anwendungen wie Sound2light wichtig. Es werden so nur die wirklich gebrauchten Kanäle aktualisiert. Auch der Datentransfer über die USB-Leitung ist gering, weil nur die Änderungen der DMX-Werte an die Platine übertragen werden. Der DMX-512 Transmitter läuft auch sehr stabil.

Update 14.11.2007

Lutz hat einen Art-Net Treiber mit grafischer Benutzeroberfläche für uDMX geschrieben. Mit Hilfe dieser Software kann man jedes DMX Programm verwenden wenn es die Möglichkeit bietet Art-Net Daten auszugeben. Das sollten eigentlich alle Programme können. Mittlerweile verwende ich nicht mehr den nativen uDMX-Treiber sondern nur noch den Art-Net Treiber. Der passt einfach immer und macht die Harware noch flexibler. Eine Beschreibung und der Download der Software ist bei Lutz und der URL http://www.illutzmination.de/udmx.html zu finden.

 

 

DMX-512 Transmitter Platine die bestückte
DMX-512 Transmitter Platine
DMX-512 Transmitter Schaltung der Schaltplan der DMX-512 Transmitter Platine auf der Basis von uDMX

Download Firmware
(rechte Maustaste, speichern unter)
oder von der uDMX Projektseite
DMX-512 Transmitter im Gehäuse hier sieht man die DMX-512 Platine im Gehäuse eingebaut, rechts ist der genormte XLR-Stecker zu sehen, links die beiden Statusleds und die USB-Buchse

 

Fazit
DMX-512 Transmitter

DMX-512 Transmitter

Das Interface wird als natives USB Gerät betrieben, es ist keine COM-Port Emulation erforderlich. Die maximale USB Geschwindigkeit kann genutzt werden.

Das Interface ist mit einem Mikrocontroller ausgestattet, der die DMXDaten speichert, so das der Computer keinen kontinuierlichen Datenstrom liefern muss. Um die Übertragungszeit auf der DMX-Leitung möglichst niedrig zu halten, werden vom Interface nur so viele Kanäle übertragen, wie zur Steuerung nötig sind.


Die zu sendenden Daten werden im RAM des DMX-Transmitters512 zwischengespeichert,
modernste Microcontrollertechnik macht es möglich.

Es kann DMX Pakete mit einer einstellbaren Größe von 1 – 512 Knälen senden.
Warum die Zeit verschwenden und 512 Pakete senden, wenn nur 10 gebraucht werden?
So werden die benötigten Kanäle viel schneller aktualisiert - wichtig z.B. bei Sound2Light Anwendungen.

Es ist Bus powered – kein seperates Netzteil erforderlich

Das Interface ist kompatibel zu Anwendungen wie:

DMXControl, FreeStyler, PC-Dimmer, QLC  Linux

und allen anderen Anwendungen, die uDMX unterstützen.

Weitere Infos zu den Plugins und zu uDMX sind auf der Seite von Lutz aus Hagen zu finden.

Zwei Statusleds eingebaut.

Der AVR-USB - firmware-Only USB driver ist © Objective Development. Im Internet finden Sie zahlreiche Artikel und Software, die sich mit diesem Produkt beschäftigen.

 

 

 

Der DMX-Multiline RGB-Controller

oder

die eierlegende Wollmilchsau

Bisher gab es noch nichts Spannendes. Die Sender erfüllen alle mehr oder weniger Ihren Zweck. Das Interessante kommt erst bei den Empfängern und deren Leistungsendstufen. Man will ja schließlich damit seine Beleuchtung und alle DMX-fähigen Geräte steuern.
Mir war es sehr wichtig, DMX ohne großen finanziellen Aufwand in meinen vorhandenen Lichtsteuerungen zu nutzen. Dazu sollte nur die Software in den Controllern angepasst werden. Naja, ein paar EUR für das RS-485 IC, ein SN75176 oder ein MAX485, zur DMX Ankopplung musste ich dann doch bezahlen.

Mega8 1Kanal V1.4 So sieht die Platine für die Ansteuerung einer LED-Gruppe bisher aus. Ein Schaltnetzteil, der Mega8, Anschluß für ein I2C Display, PIRrmelder, Lichtsensor und der Infrarot RC5 Empfänger

 

RS-485 Schnittstelle Der RS485-RS232 Wandler:
Diese Baugruppe wandelt das RS-485 Signal in ein TTL-RS232 Signal um, welches direkt vom Mega8 verarbeitet werden kann.

Über den RS485-RS232 Wandler mache ich meine vorhandenen Steuerungen DMX-fähig.

Soweit die Hardware, jetzt kam das größere Problem - die Software. Bisher habe meine Steuerungen in BASCOM-Basic programmiert, das ist eine großartige Programmiersprache mit ungeahnten Möglichkeiten. BASCOM Basic ist auch für den Anfänger recht leicht zu verstehen und man kommt damit schnell ans Ziel. Meine Suche in verschiedenen Foren ergab, dass sich wohl viele Leute mit DMX auf Atmega Controllern beschäftigen, aber fertige Software gab es nicht.
Ich habe ein paar Programmschnipsel in C und in ASM gefunden. Mit Basic erstellte Software schien es nicht zu geben. Dann fand ich ein BASCOM Programm mit Inline ASM von Dirk W. Das sah interessant aus. Ich setzte mich mit Dirk in Verbindung und schilderte ihm mein Vorhaben. Dirk war sehr hilfsbereit und versprach mir zu helfen. Es stellte sich heraus, dass er perfekt in ASM programmieren kann und nach einigen Tagen hatte ich den passenden Code für meine weiteren Vorhaben zusammen.

Ich wollte einen "ÜberChromoflex" Controller bauen, eine Schaltung, die sowohl DMX-Signale als auch die Steuercodes einer Universalfernbedienung verarbeiten kann. Als Hardware entwickelte ich nun einen 12 Kanal Empfänger mit Mega8 und einen 16 Kanal Empfänger mit einem Mega32 .

Da mittlerweile das Programm ca. 10k Speicherplatz belegt, werde ich den Mega8-Empfänger nicht mehr weiter entwickeln. Der Mega32 hat also noch ca. 2/3 seines Speichers als Reserve übrig.

Die Schaltung ist so ausgelegt, daß auch DMX-Signale gesendet werden können - die Funktion ist aber in der Software noch nicht integriert, ich habe noch kein wirkliches Anwendungsgebiet dafür gefunden. Ich nutze es manchmal um DMX-Empfänger zu testen.

Die beiden folgenden Fotos zeigen die beiden DMX-Empfänger:

DMX 9 Kanal Receicer So sieht der 12 Kanal Empfänger mit einem Mega8 Controller aus. Der linke Bereich ist das Schaltnetzteil mit einem Simple Switcher LM2576. Rechts unten ist das RS-485 IC, der SN75176, zu sehen.Über dem Mega8 ist ein I2C Anschluß für Erweiterungen wie LCD-Display.
Hiermit lassen sich 4 RGB-Gruppen oder 12 einzelne LED-Gruppen ansteuern.
DMX-Multiline RGB-Controller Das ist ein 16 Kanal Empfänger mit einem Mega32 Chip und Dipschaltern zum Einstellen der DMX-Adresse und zum invertieren des Ausgangssignals. Oben ist der DMX-Eingang, links neben dem Mega32 ist der 3 pol. Anschluß für den Infrarot-Empfänger.
DMX-Multiline RGB-Controller Geh vorne Der 16 Kanal Empfänger im Gehäuse eingebaut.
Oben befinden sich die LEDs für Versorgungsspannung, IR und Aktivität.
Unten ist der IR-Receiver zu sehen.
DMX-Multiline RGB-Controller Geh hinten Die Ansicht von hinten.
Oben rechts sind die Ausgänge der Leistungsendstufe, darunter ISP, DMX und I2C auf Stiftleisten ausgeführt.
Links oben die 3,5mm Klinkenbuchse für die Versorgungsspannung und rechts der Einschalter.

 

DMX-Transceiver MEGA32 V1.6

Die Schaltung des DMX-Multiline RGB-Controllers mit einem Mega32.
Zum vergrößern auf den Schaltplan klicken oder rechte Maustaste - Speichern unter...

Bestückung
Layout
HEX-File

 

Mittlerweile sind die Empfänger fertig und laufen schon einige Tage zur Probe. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. In der Software liegt noch gewaltiges Potential.

TSOP1736

Beide Empfänger besitzen einen Infrarot Receiver, der die RC5 Signale einer beliebigen Universalfernbedienung empfängt. Ich habe mich für die SRU5060 von Philips entschieden. Bei einer Fernbedienung von Philips kann ich sicher sein, dass sie den von Philips entwicklten RC5 Code auch beherrscht. Die Reichweite dieser Kombination beträgt mehr als 10m, reicht also auch für größere Wohnzimmer aus. Prinzipiell geht jede Billigfernbedienung welche den Philipscode kann.
Die SRU5060 wird auf einen Philips CD-Player eingestellt. Dadurch sendet sie auf der Adresse 20 mit jeder Taste einen Kommandocode. Taste 1 sendet eine 1, Taste 2 eine 2.. den Rest sieht man durch Klick auf das untenstehende Bild der SRU5060.

Philips SRU5060
Bitte auf das Bild klicken, um zu sehen, welche Taste, welchen RC5 Code erzeugt.

 

Was kann der DMX-Multiline RGB-Controller:

Der DMX-Multiline RGB-Controller ist ein leistungsfähiger DMX-Empfänger und Multiline-Controller mit den umfangsreichsten Funktionsmerkmalen auf dem Markt. (wird ständig erweitert)

die technischen Daten:

 

die Funktionsweise:

Die Software des DMX-Multiline RGB-Controllers ist aus Gründen der Performance in den Breichen der PWM Erzeugung und der Auswertung der DMX Signale in Assembler geschrieben. Zusätzliche Funktionen lassen sich jederzeit einfügen, der Programmcode belegt weniger als ein Drittel des verfügbaren Speichers.

Nach dem Einschalten läuft der Controller als 16 Kanal DMX Empfänger, die Startadresse läßt sich durch 8 Dipschalter von 1 bis 256 festlegen. Dipschalter 10 invertiert alle Ausgangssignale. Der Controller läßt sich sofort mit Programmen wie DMXControl ansteuern. Probieren Sie einmal die Sound2light Funktion von DMXControl aus! Code 54 schaltet in den manuellen Modus und Code 48 wieder in den DMX-Modus.

Ich habe auf den Ausgangskanälen 1 - 3 eine RGB-Gruppe, bestehend aus 6 Stück P5 Leds angeschlossen. Auf Kanal 4-6 liegt eine identische Gruppe. Hierbei ist Kanal 1 und 4 rot, Kanal 2 und 5 grün und Kanal 3 und 6 blau.

Im Manuellen Modus lassen sich über die Tasten 0 bis 9 verschiedene Farben auf die Gruppen schalten. Code 50 (rot), 53 (grün), 52 (blau) lassen den nun vorgewählten Kanal in der entsprechenden Farbe für 100 ms aufblitzen. Jetzt kann man mit Code 32 (lauter) den vorgewählten Kanal in 5% Schritten erhöhen und mit Code 33 (leiser) wieder absenken. Das funktioniert mit den entsprechenden Codes mit allen 6 Ausgangskanälen.

Code 82 schaltet den Fader ein, hier wird ein sehr langsamer (weicher) Farbwechsel erzeugt. Die Farbwechselzeit beträgt mehere Minuten. Code 83 schaltet einen Farbwechsel ein, bei dem jede Farbe langsam zum (einstellbaren) Maximalwert und wieder auf Null wechselt.

Taste "rauf" begrenzt das Ausgangssignal auf 50%, Taste "runter" schaltet auf 100%. Taste"rechts" schaltet auf einen schnellen Farbverlauf, Taste "links" auf einen langsamen.

Taste "aus" schaltet alle Ausgangskanäle aus.

 

Zusammenfassung der RC5 Steuerbefehle:
Zum Einsatz kommt die Universalfernbedinung SRU5060 von Philips, Einstellung CD Marke Philips.

Code Taste

Funktion

48 gelb
DMX Empfang einschalten (default an)
54 grün
Empfang ausschalten
32 Prog+
voreingestellten Ausgangskanal um 3% erhöhen
33 Prog-
voreingestellten Ausgangskanal um 3% vermindern
50 <<
Auswahl auf Kanal 1 und 7 (blinkt kurz auf)
53 >
Auswahl auf Kanal 2 und 8 (blinkt kurz auf)
52 >>
Auswahl auf Kanal 3 und 9 (blinkt kurz auf)
28 Disc
Auswahl auf Kanal 4 (blinkt kurz auf)
15 Info
Auswahl auf Kanal 5 (blinkt kurz auf)
29 FAV
Auswahl auf Kanal 6 (blinkt kurz auf)
81 runter
Kanal 1 bis 9 auf 50 % begrenzen
80 hoch
Kanal 1 bis 9 auf 100 % (default)
85 links
Farbverlauf langsam (default)
86 rechts
Farbverlauf schnell
1 1
Kanal 1, 4, 7 auf 10 % noch einmal drücken auf 20 % (rot)
2 2
Kanal 2, 5, 8 auf 10 % noch einmal drücken auf 20 % (grün)
3 3
Kanal 3, 5, 9 auf 10 % noch einmal drücken auf 20 % (blau)
4 4
Kanal 1, 4, 7 auf 100 % (rot)
5 5
Kanal 2, 5, 8 auf 100 % (grün)
6 6
Kanal 3, 5, 9 auf 100 % (blau)
7 7
Kanal 1, 3, 4, 6, 7, 9 auf 100 % (violett)
8 8
Kanal 1, 2, 4, 5, 7, 8 auf 100 % (hellblau)
9 9
Kanal 2, 3, 5, 6, 8, 9 auf 100 % (gelb)
0 0
Kanal 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 auf 100 % (weiss) , noch einmal 50 %
82 Menü
Fader 1, weiche Übergänge, langsam
83 Back
Fader 2, keine Übergänge, langsam
36 Guide
Fader 3,harte Übergänge, schnell (mit links in 3sec Schritten langsamer)
12 OFF
alles ausschalten

 

Update 01.12.2007

wir haben das Programm komplett neu geschrieben. Es hat auch eine andere Bedienungsphilosophie bekommen.

Code 12 ist default DMX
Jetzt 2 Ebenen:

Code 48 Fader
Code 54 Farben schalten

Hier alle Codes:



Fernbedienung auf Adresse 20 (CD)
Code Taste Funktion
48 gelb Fader
54 grün Farben schalten
32 Prog+ voreingestellten Ausgangskanal um 3% erhöhen
33 Prog- voreingestellten Ausgangskanal um 3% vermindern
50 << Auswahl auf Kanal 1 und 7 (blinkt kurz auf)
53 > Auswahl auf Kanal 2 und 8 (blinkt kurz auf)
52 >> Auswahl auf Kanal 3 und 9 (blinkt kurz auf)
80 rauf Weiß + 5%
81 runter weiß - 5%
86 rechts Kanal 7 Dimmen in 6 Stufen





Modus Farben schalten auf DMX-Kanal 1 bis 6
1 1 weiß 15%
2 2 weiß 50%
3 3 weiß 100%
4 4 rot
5 5 grün
6 6 blau
7 7 gelb
8 8 hellblau
9 9 violett
0 0 alles aus
82 Menü Kanal 7 2x P4 weiß
12 OFF schaltet auf DMX Empfang





Modus Fader auf DMX-Kanal 1 bis 6
1 1 rot gelb grün blau violett weiß 100% Speed 4000
2 2 rot gelb grün blau violett weiß 50% Speed 7000
3 3 rot gelb grün blau violett weiß 30% Speed 12000
4 4 rot gelb grün blau violett weiß 15% Speed 12000
5 5 weiß gelb orange pink violett blau hellblau rot weiß grün Speed 700
6 6 rot orange gelb grün blau indigo violett Speed 2x 3000 Regenbogen
7 7 Ampel
8 8 orange pink violett Speed 7000
9 9 weiß blau 50% Speed 7000
0 0 weiß blau 15% Speed 7000

Hier ist die neue Software als gepacktes Zip-File: DMX_E2 MEGA32 16CH.ZIP

 

Die Leistungsendstufe oder ohne Moos nix los:

So richtig zur Geltung kommt der DMX-Multiline RGB-Controller aber erst, wenn an den Ausgängen High-Power-Leuchtdioden oder ein Dimmerpack angeschlossen ist. Ich verwende häufig die P5 Led (Seoul Z-LED P5) auf einer Aluminiumplatine.
Die P5 beinhaltet 3 LED Chips in den Farben Rot, Grün und Blau. Mit diesen LEDs lassen sich wunderschöne Effekte erzeugen. Alle denkbaren Mischfarben, wie Gelb, Pink, Weiß.. sind damit möglich.
Die P5 liefert ca. 78 Lumen Lichtstrom bei einem Abstrahlwinkel von ca. 130 Grad bei 350 mA pro LED. Durch die günstige Anordnung der Kontaktflächen lassen sich auch mehrere LEDs problemlos in Reihe schalten.

Zur Erinnerung - jede Leuchtdiode darf mit einem vom Hersteller spezifiziertem maximalen Strom betrieben werden. Bei unserer P5 sind das 350mA. Ein Netzteil, welches eine feste Spannung liefert läßt sich nicht direkt verwenden. wir benötigen eine Schaltung, die dafür sorgt, dass der maximale Strom nicht überschritten wird - eine Konstantstromquelle oder einen LED-Treiber.

Leider kosten fertige Konstantstromquellen ein vielfaches unserer AVR-Schaltung. Preise zwischen 12 und 20 EUR sind die Regel. Für 2 Stück RGB-LEDs sind das im Extremfall 6x 20 EUR, das sind 120 EUR nur für die Stromquellen.

Die hier vorgestellte 6 fach Leistungsenstufe braucht nur Bauteile für einige EUR.

RGB MOSFET Endstufe Die RGB-MOSFET Endstufe von vorne.
RGB MOSFET Endstufe hinten Die Rückseite der Enstufe zeigt die drei LeistungsDualMOSFETs.

 

RGB-MOSFET-LM317 CD40106 3x V1.5

Die Schaltung der RGB-MOSFET 6fach Endsufe

In dieser Schaltung wird der LM317 nach einer Application Notes von National-Semiconductor als Konstantstromquelle betrieben. Der LM317 ist kurzschlussfest und schaltet bei Überhitzung ab. Um den Strom von 350mA zu treiben muß er auf einem Kühlkörper geschraubt oder, wie bei mir, geklebt werden. Maximal 1 A pro Kanal sind so möglich, beim LM317T sind es sogar 1,5 A.
Ansteuert wird der LM317 jeweils von einem IRF7103 DualMOSFET, der sein Signal von einem Inverter erhält.

Bei dieser Schaltung geht  
ROT1  auf die rote Kathode  
GRÜN1 auf die grüne Kathode
BLAU1 auf die blaue Kathode
Die drei Anoden sind verbunden und gehen auf den Plus der Versorgungsspannung (24V).

Ansteuerung ist:
Kanal 1 ist R1 (rot)
Kanal 2 ist G1 (grün)
Kanal 3 ist B1 (blau)
usw.


Der LM317 kostet 23 Cent, der IRF7103 im SO-8 Gehaäuse 32 Cent. Somit kostet die 6fach Endstufe warscheinlich weniger als eine Schachtel Zigaretten.

 

14.11.2007:

LED-Treiber-für High-Brightness-LEDs mit dem LM3404

 

LM3404 - LED-Treiber für High-Brightness-LEDs
(der Controller dient nur dem Größenvergleich)

LM3404 - LED-Treiber

 

Seit Oktober 2006 gibt es den LM3404, es handelt sich um einen LED-Treiber für High-Power LEDs mit bis zu 5 Watt Leistung. Leider ist dieser Baustein in unseren Breiten recht schwer zu bekommen. Der LM3404 ist ein kompakter Konstantstrom-Buck-Schaltregler mit bis zu 95 Prozent Wirkungsgrad und einem Treiberstrom bis zu 1200 mA. Der Baustein wird im mini-SOIC-Gehäuse mit 8 Pins angeboten und verfügt über einen Enable-Pin, der mit einem pulsweitenmodulierten Signal (PWM) zum Dimmen benutzt werden kann. Die Stromabtastung erfolgt mit einer reduzierten Feedback-Spannung von 0,2 V. Der Eingangsspannungsbereich des LM3404 beträgt 6 V bis 42 V.
Mit diesem Baustein lassen sich mehr als 10 Stück P4, Cree oder P5 LEDs mit über 1000mA ansteuern. Die Controllerpins können direkt mit dem DIM-Eingang des LM3404 verbunden werde. (Ich benutze zur Sicherheit einen 470 Ohm Schutzwiderstand) In meinen weiteren Projekten werde ich diese Schaltung einsetzen, leider brauche ich für meine üblichen 6 Kanäle natürlich 6 Stück davon. Über eine Kühlung braucht man sich keine Gedanken machen, der hohe Wirkungsgrad von ca. 95 Prozent läßt keine merkliche Wärme enstehen.

 

 

Meine gesammelte Erfahrungen beim Einkauf von LEDs im Fachhandel:

Bisher habe ich die meisten LEDs bei Led-tech.de gekauft. Bei der letzten Lieferung waren 3 defekte LEDs (P5) dabei. Bei zwei LEDs waren die Kathoden von rot und grün hochohmig verbunden. Das heißt: wenn man z.B. die rote LED ansteuerte, leuchtete die grüne LED mit. Bei der dritten LED funktionierte die Farbe rot nicht.

Ich dachte - kein Problem, immerhin hatte ich ja schon für viele 100 EUR Waren bei Led-tech gekauft - aber ich wurde enttäuscht.
Es scheint weder ein Kundenservice, noch eine Garantie bzw. Gewährleistung zu greifen.

Stefan Lenz von Led-tech war über einen Defekt seiner LEDS sehr erstaunt und schrieb mir, daß ein Fehler in meiner Anwendung die LEDs zerstört hat. Er ging von einem "Dauerbetrieb" aus und solche LEDs wären vom Umtausch ausgeschlossen.

Tatsächlich habe ich vor der Inbetriebnahme die LEDs mit einem Prüfgerät für Leuchtdioden, welches ich auch über Led-tech bezogen habe, getestet.

Das ist schade, denn für die defekten LEDs habe ich immerhin 38,70 EUR !!! bezahlt und der Defekt zeigte sich bei der ersten Inbetriebnahme.

Ich habe die defekten LEDs am 17.10.2007 zu Led-tech, zwecks Untersuchung geschickt.

Am 18.01.2008 habe ich bei Led-tech nachgefragt was die Überprüfung ergeben hat, aber keine Antwort erhalten.

06.02.2008: Wiederholung der Frage nach dem Verbleib meiner LEDs.

Antwort von Led-tech: Hier ist nichts angekommen !! Das wars wohl, 38,70 EUR plus zweimal Porto in den Sand gesetzt.