Juni 2009 So sah es noch im Winter 2008 aus. Eine Ixus 75 auf einem Aluwinkel an einem Ausleger montiert. Ein Makro macht im Sekundentakt Aufnahmen.
Es war einmal: Die Welt von oben sehen, Luftaufnahmen aus schwindelnden Höhen, das hat mich schon immer in den Bann gezogen. Als ich im Frühjahr 2008 meinen ersten Mikrokopterbausatz im MK-Shop bestellte wußte ich zwar dass man mit einem Mikrokopter solche Aufnahmen machen kann, dachte aber nicht, dass ich soweit kommen würde. Es brauchte aber vier MKs bis ich mich traute eine Kamera, die Ixus 75, am Ausleger des MK04 mit einem starren Auluwinkel zu befestigen. Auf den ersten Aufnahmen war immer nur ein Stück Wiese zu sehen, bis ich nach dem vierten Flug einen passenden Aufnahmewinkel gefunden hatte. Die Kamera wurde durch ein ablaufendes Makro im Sekundentakt ausgelöst. Die ersten Aufnahmen waren schon recht brauchbar. Von ca. 400 Fotos waren etwa 15 bis 20 zufriedenstellend. Ein wenig Angst flog immer mit, der Quadro bot keinerlei Ausfallsicherheit. Ein gebrochener Propeller führt immer zum sicheren Absturz. Deshalb lag die Kamera meist im Schrank. Durch den Einsatz von redundantes Systemen, wie dem Hexakopter oder dem Octokopter, wurde das Thema Luftbildfotografie im Sommer 2009 wieder interessant. Die erhöhte Ausfallsicherheit erlaubt es hochwertige Foto oder Videokameras in die Lüfte zu bringen. Ausserdem ist der Hexakopter so kräftig, dass er locker ein Gewicht von über einem Kilogramm tragen kann. Mit den hochwertigen Kameras und Camcordern traten neue Probleme auf: Schwingungen Der sogenannte Rolling-Shutter-Effekt ist ein technisches Phänomen bei der zeilen- oder spaltenweisen fotografischen Aufnahme von bewegten Bildern. Er äussert sich durch eine diagonale Verzerrung bei der Aufnahme von schnell bewegten Motiven. Darüber hinaus führen stärkere Vibrationen des Camcorders, zu einer starken Verzerrung, einer Art "gummiartigem Schwabbeln" des gesamten Bildes, wodurch die Aufnahmen u.U. völlig unbrauchbar werden. Das bedeutet: Man muss die hochfrequenten Schwingungen der Motore von der Kamera entkoppeln. Bisher haben wir das immer an der Verbindung vom Kamerahalter zum Kopter versucht. Der nächste Versuch wird eine Montage der Motore auf Gummipuffer sein. In der Theorie die beste Lösung, so kommen die Schwingungen erst gar nicht auf den Kopter. Bisher sind wir immer "blind" geflogen. D.h. vor dem Start die Kamera einschalten, das zu filmende Objekt anfliegen und hoffen dass der Bildausschnitt passt. Oft wünschte man sich, das Kamerabild auch am Boden zu sehen. Leider kostet eine "günstige" Videobrille für Brillenträger ca. 600 EUR. Ein 7 Zoll TFT Monitor, wie er zur Beschäftigung von Kindern, während der langen Autofahrt verwendet wird, ist schon in der Bucht für 50 EUR zu bekommen. Dieser TFT-Monitor auf einem Schwanenhals am Senderpult montiert sollte ausreichen. Wie kommt das Kamerabild zum TFT-Monitor: Ganz einfach, am Videoausgang des Camcorders wird ein Videosender angeschlossen. Im Senderpult ist zur Stromversorgung ein LiPo eingebaut. Dieser versorgt den Videoempfänger mit Spannung. Nebenbei kann der LiPo auch das Funk-Bluetooth Gateway versorgen. Hintergrund: Der Mikrokopter ist mit einem Wi.232 Funkmodul ausgestattet. Darüber werden Telemetriedaten von der Navi-CTRL über mehrere Kilometer gesendet. Das Gateway empfängt die Daten und schickt sie über Bluetooth zum Handy. Auf dem Handy läuft die geniale Software DUBwise. Das kann man sich als leicht abgespecktes Koptertool vorstellen.

Video und Fototechnik im Modellbau - die Faszination der Luftbildfotografie oder Aerofotografie

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August 2009 Erster Test mit einer HDC-SD10. Sie ist mit vier Gummipuffern unter dem MK12hexa befestigt.
September 2009 Die bisher beste Lösung für die VideoCam Der Kamerahalter ist aus 2mm dicken Memory-Carbon gebogen. Er trägt auch den 4s 5000 mA/h Akku. Die Befestigungsplatte ist 1mm stark und trägt auch zur Dämpfung bei. Die gesamte Konstruktion ist über Gummipuffer mit dem Mikrokopter verbunden.
September 2009 Endlich ist der Kamerahalter und die Videoübertragung fertig. Der tranflective LILLIPUT 7" LCD Monitor ist auf einer Hartschaumplatte befestigt. Im linken Fach des Pultes ist der 3s Akku und der LiPo-Saver MP10A.
So sieht es von der Seite aus.
Die Fotokamera: Die Sigma DP1 mit dem Auslöser-Servo. Das Servo ist nur mit Doppelklebeband befestigt - kein Garantieverlust. Die Sigma DP1 Kamera erstellt Bilder mit einer Auflösung von 14 Megapixel. Die Kamera hat als Einzige in Ihrer Klasse einen mit SLR-Kameras vergleichbaren Aufnahmechip.
Der Kontrollmonitor für den Hexakopter
Der VDO Dayton MM2700 7 Zoll TFT-LCD Monitor (480 x 234 Pixel, 500 cd/m2) in der Cullmann Kameratasche. Ein 3s LiPo Akku versorgt über einen LiPoSaver den Monitor und den Videoempfänger. Das reicht für 7 Stunden Betriebszeit bis zur nächsten Ladung.
19.05.2010 Der PT8 mit einem einfachen Camhalter mit Nickausgleich. Er wurde in den nächsten Monaten häufig verbaut.
06.01.2011 Auch ein sehr interessanter Kamerahalter. Er trägt den Kopter und macht das Landegestell überflüssig.
06.02.2011 Der PT6 mit Akkufach und Camhalter
13.09.2011 Bis Sommer 2011 hatten wir digitale Videosender auf 2,4 GHz verwendet. Sie hatten eine hohe Reichweite und auch ein gutes Bild. Sie waren aber für FPV Anwendungen nicht geeignet, weil das Bild nur 5 mal pro Sekunde aktualisiert wurde. Mittlerweile gibt es hochstabile Videosender auf 5,8 GHz. In diesem Band ist eine Sendeleistung von 14dBm (25 mW) an 50 Ohm in Deutschland erlaubt. Die Sender sind klein, leicht und lassen sich mit Spannungen im Bereich von 9V bis 12V versorgen. Sie sind mit Ausgangsleistungen von 10mW bis 600 mW erhältlich. Der 5,8 GHz Empfänger von hinten. Von links nach rechts: Der Spannungseingang, Spannungsausgang, DIP-Schalter zur Kanaleinstellung, SMA- Buchse für die Antenne Ein paar Infos zu Diversity A/V Empfängern: Bei der Ausbreitung von Funkwellen treten Reflexionen der Funkwelle an Gebäuden oder dem Erdboden auf. Eine ankommende direkte Funkwelle und eine reflektierten Funkwelle können sich am Empfangsstandort völlig auslöschen (Interferenz). Es kommt auf Grund der unterschiedlichen Weglänge zu einem Laufzeitunterschied und damit zu einer Phasenverschiebung. In diesem Moment fällt das Videosignal komplett aus. Einfache Empfänger haben das Hauptproblem, die Videoinformationen nur über eine einzige Antenne zu empfangen. Die fehlende Redundanz bedeutet im Extremfall den kompletten Signalverlust. Ein Diversity Empfänger hat zwei unabhängige Empfänger und auch zwei Antennen eingebaut. Bei zwei Empfangsantennen ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich mindestens eine der Antennen an einer Stelle befindet, die nicht von der Signalauslöschung betroffen ist. Bei der Anordnungen der Antennen wird zwischen Raumdiversität und Polarisationsdiversität unterschieden. Beim Raumdiversität werden (identische) Antennen in einem Abstand von möglichst zehn Wellenlängen zueinander aber mit gleicher Ausrichtung montiert. Für Polarisationsdiversität werden die Antennen mit einem Winkelunterschied von 90° zueinander montiert. Ein weites Feld für eigenen Experimente.
Mobiles Control-Center mit Monitor und 5,8 GHz SHF Empfänger   25.09.2011 Das MCC5.8 zeigt das Bild der auf dem Mikrokopter montierten Foto oder Videokamera an. Dazu wird auf dem Kopter ein kleiner und leichter 5,8 GHz Videosender montiert. Das Video-out Signal der Kamera wird mit dem Video-in Eingang des Videosenders verbunden. Der Sender wird über die, an jedem PT-Kopter vorhandene 9V out Spannungsbuchse versorgt. Der Metallkoffer aus hochwertigem Aluminium hat die Maße 320 x 230. Das Bild der Kamera wird von einem 5,8 GHz Empfänger und einer, auf 5,8 GHz abgestimmten Antenne empfangen. Für die Stromversorgung hat das MCC5.8 einen LiPo Akku mit nachgeschaltetetem LiPo-Saver eingebaut. Der Akku kann im Koffer geladen werden. Er ist aber auch leicht zugänglich und kann gegen einen vollen Akku gewechselt werden. Die möglichen Monitorvarianten sind 17,8 cm = 7 ", 20,3 cm = 8 " oder 22,9 cm = 9 ". Am Boden des Videokoffers ist eine Click II Schnellwechselplatte für Profi-Stative angebracht. Wenn es einmal besonders weit reichen soll: Eine 5,8 GHz Richtantenne erhöht die Reichweite und Stabilität des Videosystems. Man nimmt einfach die Stabantenne ab und schraubt den SMA-Stecker der Richtantenne auf. Die Antenne hat einen Gewinn von ~12dBi, der Öffnungswinkel ist horizontal 55° und vertikal 60°. Je nach Anbringung ist die Polarisation horizontal oder vertikal. 24.09.2011 Der PT6-PWR im Herbst 2011. Rechts unser Fotohalter: V-Mount mit dem Vcontrol Vibrationsdämpfer
01.12.2011 Unser Kamerahalter in der HDMI Edition. Um das Livebild der Kamera während des Fluges an die Bodenstation zu übermitteln benutzen wir einen analogen Videosender auf 5,8 GHz. Leider liefern die meisten modernen Foto oder Videokameras kein Video-Out Signal mehr. Ein digitales Videosignal steht nur noch über die Mini-HDMI Buchse zur Verfügung. Um das HDMI Signal für den Sender aufzubereiten brauchen wir einen HDMI zu Composite/CVBS Konverter. Der Konverter wird mit dem Videosender seitlich am neuen Fotohalter befestigt. Die Spannungsversorgung von 12V für den Sender kommt kommt aus der schwarzen Elektronikbox unserer Kopter. Der Sender hat einen 5V Ausgang und versorgt damit den HDMI Konverter.
Technologiewandel
plischka.at  hexakopter.de  hexrotor.de
MIT UNSEREN MIKROKOPTERN KANN IHRE KAMERA FLIEGEN
18.12.2012 Ein Gimbal (Kamerahalter) komplett aus CFK gefertigt. Die Roll und die Nickachse werden über einen Zahnriemen mit Untersetzung angesteuert.